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Darmsanierung / Symbioselenkung

Es ist der Bauch, für dessen Befriedigung die meisten Menschen arbeiten. Es ist aber auch der Bauch, der für die meisten Menschen Leiden bringt.“ (Plinius)

 

Der Darm bildet eine der fünf großen Entgiftungsstationen im menschlichen Körper (neben Niere, Haut, Lunge und Leber) und scheidet neben Nahrungsresten auch Giftstoffe aus. Außerdem reguliert er das Volumen und die Elektrolytzusammensetzung des Stuhls und beeinflusst die Wasserausscheidung. Er ist das größte Immunorgan des Körpers und nimmt so eine zentrale Rolle bei der Abwehr schädlicher Einflüsse ein.

 

Wichtigste Voraussetzung für einen gesunden Darm ist eine gesunde Darmflora. Unter der Darmflora versteht man die naturgemäß im Darm angesiedelten Bakterienstämme. In einem gesunden Dickdarm kommen ca. 400-500 verschiedene physiologische Bakterienarten vor, sie machen etwa 1/3 des Stuhl aus. Im Normalfall stellt diese Besiedelung ein stabiles Ökosystem dar, das das Wachstum krankmachender Keime verhindert.

 

Doch eine ungesunde Ernährung, Behandlungen mit Antibiotika, Umwelteinflüsse, Stress oder der unangemessene Gebrauch von Abführmitteln können die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen, man spricht dann von einer Dysbiose oder Dysbakterie. Chronische Verdauungsprobleme wie Bauchschmerzen, Völlegefühl oder Blähungen, Infektanfälligkeit, Hauterkrankungen , Allergien, Migräne oder depressive Verstimmungen können die Folge sein.

 

Ziel der Behandlung ist es, die Darmflora wieder in ihre natürliche Balance zu bringen. Mittels einer Stuhluntersuchung kann eine Dysbiose festgestellt werden. Häufig wird auch ein Befall durch Hefepilze (Candida albicans) nachgewiesen. Eine Darmsanierung sollte mindestens über 1-3 Monate durchgeführt werden. Eine gute Einleitung stellt das klassische Fasten dar. Die weiteren Säulen der Therapie sind:

  • Ernährungsumstellung
    eine eiweiß- und fettreiche Ernährung fördert das Wachstum von Fäulnisbakterien und behindert die nützlichen Milchsäurebakterien, zuckerhaltige Nahrungsmittel liefern (pathogenen) Hefepilzen lebenswichtige Nährstoffe

  • Probiotika
    nicht pathogene, meist lebende Mikroorganismen wie Laktobazillen,Bifidobakterien und spezielle Streptokokken, die krankmachende Keime abwehren sowie immunstimulierend und präventiv gegen Darmkrebs wirken

  • Phytotherapeutika
    entzündungswidrige-, blähungswidrige- und vor allem bitterstoffhaltige Pflanzen

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