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Ausleitungsverfahren

Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, da hat sie schädliche Stoffe angehäuft und will sie ausleeren. Ist die Natur nicht im Stande diesen Vorsatz selbst auszuführen, muss der Arzt eine künstliche Öffnung direkt an der kranken Stelle machen und so Schmerz und Krankheit rasch heilen.“ (Paracelsus)

 

In der heutigen Zeit nimmt der Körper in zunehmendem Maße Umweltschadstoffe und andere Gifte auf. Aber auch eigene Stoffwechselendprodukte (z.B. auch Entzündungs- und Schmerzmediatoren) die sich im Gewebe ablagern können zu verschiedensten Beschwerden führen, wie z.B. einem schlechten Hautbild, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen oder rheumatischen Beschwerden. Ausleitungsverfahren dienen der Entgiftung des Körpers, gestörte Funktionen können reguliert werden, indem lokale Stauungen beseitigt, dort abgelagerte Stoffwechselprodukte und Toxine der Ausscheidung zugeführt und somit der Oragnismus entlastet wird.

 

 

Schröpfen

Die Schröpftherapie gehört zu den ältesten Heilbehandlungen überhaupt – erste Hinweise darauf finden sich schon 3000 v. Chr.

Durch das Aufsetzen von unter Vakuum stehenden Schröpfgläsern auf die Haut wird eine Saugwirkung auf das darunter liegende Gewebe ausgeübt. Dies führt zu einer vermehrten Durchblutung, der Stoffwechsel wird angeregt und Muskelverspannungen werden gelöst. Es kommt zu einem schmerzlindernden Effekt in der Reflexzone ducrh Freisetzung von Endorphinen und verstärktem Abbau von Prostaglandinen.

 

Aderlass nach Hildegard von Bingen

Der Aderlass ist ein tiefgreifendes Umstimmungsmittel und dient im Wesentlichen der Verbesserung und Entgiftung des Gesamtstoffwechsels. Er wirkt unter anderem positiv auf Hauterkrankungen, Durchblutungsstörungen, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Gicht und dient ferner der Prophylaxe von Herzinfarkt und Schlaganfall, wenn Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen vorliegen.

Der Hildegard-Aderlass wird am 1.-5. Tag nach Vollmond nüchtern durchgeführt. Dem Patienten werden 150-180 ml Blut entnommen, welches hinterher zur Diagnostik verwendet wird. Anschließend gibt es ein leckeres Hildegard-Frühstück.

 

Blutegelbehandlung

Die Wirksamkeit der Blutegel ist in der Naturheilkunde seit Jahrhunderten bekannt. Aus dem Nachbluten ergibt sich eine Entlastung des Gewebes, weil Schlackenstoffe ausgeschwemmt werden.

Zusätzlich finden sich im Speichel der speziell für medizinische Zwecke gezüchteten Egel über 20 verschiedene Substanzen unterschiedlichster Wirkung und Wechselwirkung. Als besonders wirkungsvoll hat sich diese Therapie erwiesen bei venösen Erkrankungen, rheumatischen Beschwerden und entzündlichen Erkrankungen im Kopfbereich.

 

Baunscheidt-Behandlung

Bei dem von Carl Baunscheidt (1809-1973) entwickelten Verfahren werden mit Hilfe eines „Stichelgeräts“ (Lebenserwecker) kleine Hautöffnungen geschaffen, über die krankmachende Stoffe aus dem Körper entweichen können. Ein spezielles, hautreizendes Öl (Baunscheidt-Öl) unterstützt die durchblutungsfördernde, lymphflussanregende, tonisierende und immunstärkende Wirkung.

Durch die Reizung der Haut werden die lokale Durchblutung und reflektorisch die Durchblutung der den Segmenten zugeordneten inneren Organe angeregt. Durch die künstlich hervorgerufene Entzündung werden immunologische Prozesse in Gang gesetzt und die Immunabwehr gestärkt. Das Baunscheidt-Verfahren wird unter anderem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, Verdauungs- und Stoffwechselstörungen und bei Abwehrschwäche eingesetzt.

Cantharidenpflaster

Dieses Verfahren wird häufig als „weiße Schwester der Schröpfkunst“ bezeichnet. Hierbei wird durch ein mit einer speziellen Paste bestrichenes Pflaster eine lokale, künstliche Verbrennung 2. Grades erzeugt. Die Paste enthält den Wirkstoff Cantharidin, der lokal durchblutungsfördernd wirkt und eine Entzündung mit Bildung von Quaddeln und Blasen hervorruft. Dies führt zu einem Abtransport von Gewebeflüssigkeit (die Stoffwechselendprodukte und Schmerzmediatoren enthält) an die Hautoberfläche. Das Cantharidenpflaster eignet sich besonders zur Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule, Gelenkserkrankungen, sowie HNO-Erkrankungen.

 

 

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